Eine Trauerrede schreiben

Eine eigene Rede bei der Trauerfeier für Ihre liebe Verstorbene/Ihren lieben Verstorbenen macht die Trauerfeier persönlicher. Es ist ein wichtiger Moment, der für Sie selbst und die Trauergäste viel bedeuten kann. Allerdings kann es schwierig sein, die eigenen Gefühle zu Papier zu bringen. Wie gelingt dies am besten?
 
Worüber soll ich bei der Trauerfeier sprechen?
Vielleicht erscheint es Ihnen als einsame Aufgabe, aber Sie müssen die Trauerrede nicht allein schreiben. Im Uitvaartcentrum Peusen begleiten wir Sie gerne persönlich beim Verfassen Ihrer Rede. Vor dem Schreiben der Rede müssen Sie sich auf die Suche nach einem Thema machen, das zu Ihnen passt. Sie können entweder hauptsächlich auf Ihre eigenen Erinnerungen an die Verstorbene/den Verstorbenen eingehen oder etwas mehr aus der Distanz vor allem über ihr oder sein Leben sprechen. Auch können Sie Besonderheiten aus dem Leben der/des Verstorbenen beschreiben, Aussagen oder Charaktereigenschaften, die für sie oder ihn typisch waren, erwähnen oder ein besonderes, bedeutungsvolles Thema wie ein Motorrad, ein Kunstwerk oder was auch immer zu der verstorbenen Person passt, behandeln.
 
Gemeinsam Anekdoten hervorholen
Ein gewisses Konzept beim Schreiben ist wichtig. So kann es hilfreich sein, nicht sofort mit dem Schreiben zu beginnen, sondern sich zuerst mit jemandem zu treffen, der Sie gut kennt, zum Beispiel einer Freundin/einem Freund oder einem Familienmitglied. An einem Ort, an dem Sie sich wohlfühlen, erzählen Sie über die Verstorbene/den Verstorbenen. Ihre Zuhörerin/Ihr Zuhörer notiert währenddessen aufgrund Ihrer Geschichte einige Stichworte. Aus diesen Stichworten wählen Sie selbst die wichtigsten aus. Auch kann es ein gutes Gefühl erzeugen, mit dem engsten Familien- und Freundeskreis Erinnerungen auszugraben und Anekdoten zu erzählen.
 
Fragen, die Ihnen helfen
Versuchen Sie, nachdem Sie gemeinsam Anekdoten hervorgeholt haben, zu Ihren eigenen Gefühlen und Emotionen zurückzukehren. Was bedeutete die/der Verstorbene für Sie? Was werden Sie an ihr oder ihm vermissen? Was ist Ihre liebste Erinnerung? Welche Ideale, Leidenschaften, Hobbys hatte sie/er? Was hat sie/er für andere bedeutet? Diese Fragen können Ihnen helfen, das Gefühl zu finden, das Sie zu Papier bringen möchten. Was ist das Allerwichtigste, das Sie erzählen möchten? Versuchen Sie, dies zu notieren, und wählen Sie Anekdoten und Geschichten entsprechend aus.
 
Struktur und Freiheit beim Verfassen der Trauerrede
So wie eine Geschichte hat auch eine gute Trauerrede einen klaren Anfang, eine Mitte und ein Ende. Das ist gut für die Zuhörerinnen und Zuhörer und bietet auch Ihnen Anknüpfungspunkte für das Schreiben.
 
Zu schreiben beginnen
Anfangs kann es sich anfühlen, als starre das leere Papier oder Dokument Sie an. Bedenken Sie, dass die erste Fassung nicht die endgültige sein muss. Wenn Sie auf Papier schreiben, können Sie Wörter oder Sätze wegstreichen und neu formulieren. Dieser Gedanke kann Ihnen Freiheit geben. Lassen Sie sich beim Schreiben auch nicht zu Worten oder Sätzen verleiten, die Ihnen fremd sind. Schreiben Sie in einer Weise, die zu Ihnen passt, so wie Sie sind, ganz gleich, ob dies nun eher formell oder informeller ist.
 
Praktische Tipps für das Halten der Trauerrede
Wenn Sie fertig mit dem Schreiben sind, können Sie Ihre Rede noch einmal oder mehrmals laut üben. Für sich selbst oder vor jemandem, den Sie gut kennen. Es ist sinnvoll, die Trauerrede in einer großen Schriftart auszudrucken. Dann ist es einfacher, sie vorzulesen. Drucken Sie zudem auch ein Exemplar für den Bestatter oder einen anderen Trauergast aus. Wenn Sie während Ihrer Rede von Emotionen übermannt werden und nicht mehr weitersprechen können oder wollen, kann diese andere Person die Trauerrede für Sie fortsetzen. Natürlich kann der Bestatter von Peusen auch Ihre gesamte Trauerrede in Ihrem Namen vortragen.
 
Es ist nicht schlimm, wenn während der Rede Ihre Emotionen sichtbar sind. Sie machen die Geschichte persönlicher und die Trauergäste haben Verständnis dafür, dass Sie emotional sind. Versuchen Sie, ruhig und entspannt zu sprechen, die Trauergäste gelegentlich anzusehen und ganz bei sich zu bleiben. Das hilft, den Abschied von Ihrer/Ihrem Liebsten noch persönlicher zu machen.

 

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